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mein Profil

Mitglied der Bremischen Bürgerschaft (MdBB)
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Verantwortungsgebiete:

Behindertenpolitik
Sozialpolitik
Rechtspolitik

 
Zur Person:

Geboren wurde ich am 05.02.1951 in der Bremer Neustadt. Meine Eltern sind ebenfalls echte Bremer. 1966 erlitt ich einen Unfall und bin seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Nach Krankenhaus und medizinischer Rehabilitation in Heidelberg machte ich dort eine Lehre zum Industriekaufmann, arbeitete danach im Lohnbüro der Firma Siemens in Bremen und studierte anschließend an der Fachhochschule der Stiftung Rehabilitation in Heidelberg Betriebswirtschaft mit dem Abschluss Betriebswirt (grad.). Danach studierte ich Volkswirtschaft, Politik, Sozialwissenschaften und Philosophie an den Universitäten Freiburg und Konstanz. 1976 schloss ich diese Studien mit dem Diplomvolkswirt ab und ging nach Bremen mit dem Ziel zurück, die berufliche Rehabilitation Behinderter zu verändern. Dazu begann ich noch ein Lehrer-, Behindertenpädagogik-, Weiterbildungs- und Doktorandenstudium. Diese führte ich aber nicht zu Ende. Stattdessen nahm ich das Studium der Rechtswissenschaften auf, das ich 1988 abschloss, um die Beratung und Vertretung behinderter Menschen besser durchführen zu können. Von 1991 bis zu meiner Wahl in die Bremische Bürgerschaft 2007 war ich Richter am Sozialgericht in Bremen.


Zur Behindertenpolitik:

Mit Franz Christoph gründete ich 1978 die "Krüppelbewegung", mit der wir die Selbstorganisation behinderter Menschen völlig umkrempelten. Diese mündete später in die "Selbstbestimmt Leben - Bewegung", die als Bürgerrechtsbewegung nach dem Vorbild der USA die Diskriminierung behinderter Menschen zu beseitigen versucht. In Bremen war ich an der Gründung und dem Aufbau der Beratungsstelle für behinderte Menschen "Selbstbestimmt Leben e.V." und der "Assistenzgenossenschaft Bremen" - einer selbst organisierten Pflegegenossenschaft - beteiligt. Im Jahr 2007 war ich Sprecher des "Deutschen Behindertenrates - DBR" - dem Aktionsbündnis aller Behindertenverbände in Deutschland.


Zur Politik bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN:

Ich habe unter anderem als Mitarbeiter der rot-grünen Bundesregierung an mehreren Gleichstellungsgesetzen mitgewirkt. Ich bin 1988 in die Partei Die Grünen eingetreten und war von 1987 bis 1991 bereits einmal Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Schwerpunkt meiner politischen Arbeit war - damals wie heute - die Sozialpolitik. Als Gegner der Ampelkoalition trat ich 1991 zunächst aus der Partei aus, bin aber wegen der guten Oppositionspolitik der Grünen in Bremen 1997 wieder eingetreten. Mit der erneuten Wahl in die Bremische Bürgerschaft verbinde ich den Auftrag, Sozialpolitik wieder zum Instrument gegen die Ausgrenzung benachteiligter Menschen zu machen und nicht mehr vorrangig die Mittelschichten zu bedienen. Mir geht es dabei auch um die Erhaltung einer liberalen Rechtskultur und die Abwehr von Benachteiligungen der Minderheiten. Gerade auch in der rot-grünen Koalition kommt es darauf an, diese Aspekte in der Regierungspolitik einzubringen.

In der neuen Legislaturperiode 2011-2015 werde ich mich weiter für eine soziale Teilhabe, eine inklusive Behindertenpolitik und für eine gerechte Justiz einsetzen. Was das im Einzelnen bedeutet, können Sie hier nachlesen.


In diesen Gremien habe ich die Grünen von 2007-2011 vertreten:

- Deputation für Soziales und Jugend, Senioren und Ausländerintegration (staatl.)

- Jugendhilfeausschüsse (Stadt und Land)

- Richterwahlausschuss

- Rechtsausschuss

- als Mitglied des Betriebsausschusse der Werkstatt Bremen

- als Abgeordneter aus der Bremer Neustadt bemühe ich mich, die Interessen dieses Stadtteils in die Politik der Stadtbürgerschaft und die Bürgerschaft (Landtag) einzubringen.

 

Für die neue Legislaturperiode bewerbe ich mich um Sitze in der Sozialdeputation, im Rechtsausschuss und in den Jugendhilfeausschüssen. Natürlich werde ich als Neustädter Abgeordneter weiter die Interessen des Stadtteils in die Politik einbringen.

Mein Lieblingsgedicht:

Soll das heißen, dass wir uns bescheiden
Und "so ist es und so bleibt es" sagen sollen?
Und, die Becher sehend, lieber Dürste leiden
Nach den leeren greifen sollen, nicht den vollen?
Soll das heißen, dass wir draußen bleiben
Ungeladen in der Kälte sitzen müssen
Weil da große Herrn geruhn, uns vorzuschreiben
Was da zukommt uns an Leiden und Genüssen?
Besser scheint's uns doch, aufzubegehren
Und auf keine kleinste Freude zu verzichten
Und die Leidensstifter kräftig abzuwehren
Und die Welt uns endlich häuslich einzurichten!
Bert Brecht, Gegenlied zu "Von der Freundlichkeit der Welt"

 

 

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