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Neustadt


Impulsmittel für intakte Spielplätze und junge Kultur. Haushalts- und Finanzausschuss gibt für Projekte in der Neustadt 105.000 Euro frei

Die Bremer Neustadt bekommt 105.000 Euro Impulsmittel. Das hat der Haushalts- und Finanzausschuss am 6.5.2011 beschlossen. Ab Kinderspielplatz, art-to-go-Kisok oder weidende Kühe in den Neustadtswallanlagen: mit den Impulsmitteln sind sehr verschiedene kulturelle Bereicherungen des Stadtteils möglich.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des Neustädter Abgeordneten Horst Frehe.

 

Bericht zum 6. GRÜNEN MONTAG in der Neustadt

Grüne fordern Inklusion in der Neustadt

"Wir sind auf dem richtigen Weg zu einer inklusiven Gesellschaft", stellt Horst Frehe, behindertenpolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion, auf der Veranstaltung der Neustädter Grünen am letzten Montag in der Zionsgemeinde fest. "Beim Schulgesetz zum Beispiel ist Bremen bundesweit Vorreiter für den gemeinsamen Schulbesuch von Kindern mit und ohne Behinderung. Nun kümmern wir uns intensiv um die konkrete Umsetzung, und da müssen wir sehr behutsam vorgehen. Gerade in der Neustadt ist der Bedarf an Plätzen für die inklusive Beschulung sehr hoch. Daher sollen sich möglichst alle Schulen hierauf einstellen."
Nach einer kurzen Einführung von Dr. Ulrike Heuer in das Thema, entspann sich eine lebhafte Diskussion. Sabine Buhk von KiTa Bremen erklärte am praktischen Beispiel: "Inklusion bedeutet: Nicht das Kind wird der Einrichtung angepasst, sondern die Einrichtung wird an die spezifischen Bedürfnisse der Kinder angepasst. Das erfordert einen langwierigen Prozess, auch in der Neustadt!" Sie ist überzeugt, dass die Beschäftigten der KiTas hier selbst aber auch treibende Kraft seien. Von entscheidender Bedeutung sei bei diesem Prozess, dass Eltern und Kind die Möglichkeit haben, eine KiTa und Schule anzuwählen, die in der direkten Nachbarschaft liegt. "Die Kinder, denen wir auch am Nachmittag im Hausflur oder auf unserer Straße begegnen, sollen auch in derselben Einrichtung den Tag verbringen - auch hier darf es keine Aussonderung geben", betont Doortje Zarss als Mutter eines behinderten Kindes. Darin waren sich alle einig: Entscheidend sei die Wahlmöglichkeit für Kind und Eltern, Kinder müssten mit den Nachbarskindern gemeinsam spielen und lernen können.
Wichtig ist aber auch, dass die anderen Eltern und die anderen Kinder informiert sind: "Schwierig wird es für das Kind, wenn alle so tun, als ob die Behinderung nicht da wäre. Schwächen der Kinder sollten - wie sonst auch - angesprochen werden. Dann ist gegenseitige Rücksichtnahme, aber auch Neugier und Von-Einander-Lernen möglich."
Cornelius Kopf, KiTa Bremen, ergänzt: "Inklusion heißt eigentlich, dass Einrichtungen auf alle Verschiedenheit eingerichtet sein müssen, sei es die wegen des Alters, der Herkunft, des Geschlechts, der Behinderung oder der Staatsangehörigkeit. Respekt voreinander und die Neugier darauf, welche neuen Möglichkeiten Vielfalt bietet, sind eigentlich die entscheidende Haltung!"
Christian Gloede als Vertreter der GEW wies darauf hin, dass die Fachkräfte in den KiTas schon oft sehr hoch belastet seien und deshalb über zusätzliches Personal nachgedacht werden müsse, wenn Inklusion wirklich gelingen solle. Horst Frehe hielt dagegen, dass Inklusion keine Frage der Personalausstattung sein darf, sondern eine Frage der grundsätzlichen Einstelllung ist. "Eine gute Ausstattung kommt aber allen Kindern zugute", sagte der grüne Sozialpolitiker.
Mit zunehmendem Alter wird Inklusion in der Schule immer schwieriger, vor allem wenn zunehmender Leistungsdruck scheinbar verhindert, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. "Das muss aber nicht sein", weiß Frehe von Erfahrungen in anderen Ländern zu berichten. "Denn ein binnendifferenzierender Unterricht fördert ausnahmslos alle Kinder besser, auch zum Beispiel die hochbegabten."

Alte Schnapsbrennerei soll Hochschulbau weichen

Grüne informieren sich über Perspektiven des Güldenhaus-Quartieres (Pressemitteilung vom 10.9.2010)

Campusflair in der Neustadt: Die Hochschule Bremen möchte auf dem nahe gelegenen Areal der ehemaligen Güldenhaus-Brennerei expandieren. Dort sollen Hochschulgebäude für gebührenpflichtige Master-Studiengänge und ein Studentenwohnheim entstehen. Die Gespräche zwischen Hochschule und Investor sind weit gediehen. Mit einer Einigung über letzte Detailfragen wird zeitnah gerechnet.
"Dieses lange verwaiste Grundstück mit einem Hochschultrakt und einem Studentenwohnheim zu beleben, wäre ideal. Die Hochschule kann sich so über die Langemarckstraße hinaus in Richtung Neustadtsbahnhof ausdehnen und mit dem Studentenwohnheim mit Blick auf die Neustadtswallanlagen das ganze Quartier beleben. Als erstes großes Projekt im Sanierungsgebiet Hohentor hätte das eine positive Signalwirkung", betont der Neustädter Bürgerschaftsabgeordnete Horst Frehe (Grüne). Er hat sich jetzt vor Ort bei einem Treffen mit Ortsamtsleiter Klaus-Peter Fischer und Bianca Urban aus dem Bauressort über die Perspektiven des Güldenhaus-Quartiers informiert. Das Gelände der ehemaligen Schnapsbrennerei liegt zwischen Westerstraße und Hohentorspark. Die meisten Gebäude befinden sich in einem desolaten Zustand, ein Teil wurde bereits abgerissen.
Die Pläne für das Sanierungsgebiet sehen vor, das Güldenhaus-Quartier samt der Umgebung des Neustädter Bahnhofs komplett neu zu gestalten. Das Bauressort will gemeinsam mit dem Investor, in dessen Eigentum sich das Güldenhaus-Areal befindet, einen städtebaulichen Wettbewerb ausloben. Der Wettbewerb soll aufzeigen, wie Hochschulnutzung sowie Wohnen und Dienstleistungen auf dem Gelände bewerkstelligt werden können.

 



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