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Behindertenpolitik

Inklusion


18.1.2011
Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 14. Dezember 2010

Die Situation von Kindern mit Behinderung und von Kindern, die von Behinderung bedroht sind, liegt mir am Herzen. Deshalb wollte ich mit dieser Kleinen Anfrage vom Senat erfahren, wie es um die Früherkennung und Frühförderung von diesen Kindern steht.
Lesen Sie hier die Antwort des Senats.

Streit um Förderkinder in Bremen

In Bremen hat sich um die angemessene Förderung lernbehinderter Kinder in Regelschulen ein Streit entwickelt, der gegenwärtig zu Lasten der behinderten Kinder ausgetragen wird. Ausgehend von fehlenden Plätzen von lernbehinderten Kindern in Inklusionsklassen in dem Stadtteil Vahr wurde von der Bildungsbehörde der Verdacht geäußert, Kinder seien von Sonderschullehrern als lernbehindert klassifiziert und ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden, um in den Schulen kleinere Klassen (17 nichtbehinderte und 5 behinderte Schülerinnen und Schüler) durchzusetzen. Der Zentralelternbeirat und die Gutachter empören sich, dass nach Aktenlage der festgestellte Förderbedarf den Kindern abgesprochen werde, um die Kapazitäten der Schulen hoch zu halten. Beim Wechsel von der 4. In die 5. Klasse würde der sonderpädagogische Förderbedarf sich plötzlich in Luft auflösen.
Um eine grundsätzliche Position in diesem Streit bemüht sich mein Thesenpapier, mit dem ich auf die Neuausrichtung einer inklusiven Bildung und ihre Konsequenzen für die Förderdiagnostik verweise. In der Übergangsphase werde zu stark auf die Reduzierung der Klassenfrequenz abgehoben und nicht ausreichend der individuelle Rechtsanspruch auf eine angemessene Förderung – unabhängig von der Feststellung einer Behinderung – berücksichtigt.


Auf dem Weg zu inklusiver Bildung und Erziehung

September 2010

Das Recht behinderter Schülerinnen und Schüler auf eine inklusive Erziehung und Bildung ist ein Schwerpunkt meiner Behindertenpolitik in der Grünen Fraktion. In enger Abstimmung mit unserer bildungspolitischen Sprecherin Anja Stahmann versuchen wir nun das Schulgesetz praktisch umzusetzen: Dazu müssen als nächste Schritte der "Entwicklungsplan Inklusion" beschlossen werden und eine "Inklusionsverordnung" erlassen werden, die u.a. die Begutachtung, das Schulwahlverfahren und den Anspruch auf sonderpädagogische Förderung und Schulassistenz regelt. Mir ist dabei besonders wichtig, dass die Begutachtung nur von einer Stelle erfolgt und das ebenso die Leistungen nur über das Bildungsressort organisiert werden.
Wer sich für die Details interessiert findet hier den vollständige "Entwicklungsplan Inklusion" (Entwurf vom 10.6.2010) und hier eine Zusammenfassung der Empfehlungen (2.6.2010).
Die Monitoring-Stelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechts-Konvention mit Sitz am unabhängigen "Deutschen Institut für Menschenrechte" hat eine wichtige Stellungnahme zu dem Recht auf inklusive Bildung abgegeben. Diese untermauert meine Position, dass der Anspruch auf inklusive Bildung sofort und unmittelbar gilt und nicht von den Ländern mit Verweis auf das Schulgesetz behindert werden darf, die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit März 2009 für Deutschland verbindlich.
Mit ihrer Stellungnahme verneint die Monitoring-Stelle einen Beschluss des 7. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 12.11.2009 (AZ 7 B 2763/09). Der hatte entschieden, dass die Vertragsbestimmungen in Artikel 24 des "Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (BRK) derzeit keine innerstaatliche Geltung besitzen, soweit sie den Bereich des öffentlichen Schulwesens betreffen. Vor Gericht gezogen war eine junge Frau, die auch weiterhin eine Regelschule besuchen wollte, die aber gegen ihren Willen einer "Schule für praktisch Bildbare" zugeordnet worden war.
Hier finden sie weitere Informationen zum Beschluss des hessischen Verwaltungsgerichtshofes.
Und an dieser Stelle können Sie die Stellungnahme der Monitoring-Stelle nachlesen.
Auch die Kultusminister-Konferenz (KMK) hat sich mit einem Diskussionspapier zur inklusiven Schulbildung geäußert, das sie bei ihrem Treffen am 20./21.6.2010 bearbeitet hat. Dieses kann jedoch nur als ein erster Schritt angesehen werden.
Hier finden Sie das KMK-Diskussionspapier.


Inklusion: Bremen mit seinem Schulgesetz in Vorreiterrolle

Am 21. Juni haben die Kultusminister in Bremen getagt. Zentrales Thema war die Inklusion an Schulen, also dass Kinder mit und ohne Behinderung alle zur gleichen Schule gehen. Horst Frehe, behindertenpolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion fordert: "Inklusion muss die Regel sein, nicht die Ausnahme." Mit dem kommenden Schuljahr sind in Bremen alle weiterführenden Schulen zu inklusivem Unterricht verpflichtet.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung…


"Inklusive Schule dauert", Artikel in der taz bremen vom 3.2.2010

Zwar ist das Bremische Schulgesetz zum Thema Inklusion bundesweit das fortschrittlichste, was es gibt. Und ab dem neuen Schuljahr sollen nun auch tatsächlich behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Aber uns Grünen dauert die Umsetzung insgesamt zu lange. Lesen Sie hier den vollständigen Zeitungsartikel dazu, erschienen am 3.2.2010 in der taz bremen.


"Verfahren zur Bewilligung der Schulassistenz und der Sozialpflegerischen Zusatzkräfte".

Am 29.5. 2009 hatte ich mit meiner Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet, mit der ich einige Fragen zum "Verfahren zur Bewilligung der Schulassistenz und der Sozialpflegerischen Zusatzkräfte" geklärt haben wollte. Für eine künftige Neugestaltung eines inklusiven Bildungssystems erschien mir diese Klärung notwendig.
Seit dem 18.8.2009 liegt die Antwort des Senats auf unsere elf Fragen vor. Sie finden sie hier.

Nachmittagsbetreuung für Kinder mit Förderbedarf im Zuge der Umwandlung von Schulen in Ganztagsschulen

Nach der Sicherstellung der Betreuung von Kindern mit Förderbedarf habe ich mich für meine Fraktion in der Fragestunde der Stadtbürgerschaft am 20. Januar 2009 erkundigt. Den Auszug aus dem Plenarprotokoll dazu finden sie hier.



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